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Wo starke Kerle wohnen – Kinder versuchen einen Neuanfang ZDF / 09.März.10 / 22:15 – 23:00 Uhr

Feb 23rd, 2010 | By wpreisen | Kategorie: TV-Tipps

Adrian (9) holt mit der Axt aus und zerschlägt einen Ast. Glücklich sieht er dabei aus und hoch konzentriert. Zusammen mit zehn anderen Jungs in seinem Alter soll er zwei Monate lang auf einer Alm leben, fern ab von Playstation, Handy und auch von Eltern und Schule. Hier müssen sie Holz hacken, Kühe melken, Fische fangen. Bei Adrian und den anderen Jungs wurde ADS diagnostiziert, die Aufmerksamkeitsstörung, die meist mit Tabletten behandelt wird. Eine umstrittene Methode. Die Organisatoren des Alm-Projekts um den Hirnforscher Professor Gerald Hüther wagen ein ambitioniertes Experiment: Sie setzen die Tabletten ab und hoffen darauf, dass die Erfahrungen auf der Alm den Kindern helfen werden, danach selbstbestimmt und ohne Medikamente in ihren Familien leben zu können. Die ersten Tage in der kleinen Holzhütte in Südtirol auf 2400 Meter Höhe sind mühselig. Adrian stört häufig, Robin (8) hat Heimweh, sein BruderNikola (10) träumt vor sich hin und kriegt viele Dinge einfach nicht mit. Einige Wochen später ist die Horde der wilden Kerle, die von drei Betreuern begleitet wird, ruhiger geworden. Aber ob dieser Zustand anhält? In der Zwischenzeit werden auch die Eltern geschult. Carola, die allein erziehende Mutter von Adrian, erfährt zum ersten Mal, dass auch andere Eltern nicht mehr weiter wissen. Auch deren Kinder schreien oder hauen einfach ab, wenn der Druck durch Hausaufgaben zu groß wird, wenn sie essen sollen oder einfach nur die Zähne putzen. Maru (46), die Mutter von Robin und Nicola, steht dem Almprojekt teilweise skeptisch gegenüber. Sie ist Kinderärztin und behandelt selbst viele Kinder mit ADS-Symptomatik. Zwar hofft auch sie, dass Robin und Nicola gefestigter zurück kehren, aber dass deren Probleme alleine durch die Alm-Erfahrungen verschwinden, glaubt sie nicht. Sie will sich offen halten, ob sie ihren Söhnen auch nach der Alm nicht doch wieder Tabletten gibt. Der Vater von Robin und Nicola lehnt das ab. Er setzt wie die meisten Eltern große Hoffnungen auf die Auszeit auf dem Berg.

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