Der Schatz der Hohen Tauern MDR Sat / 03.Juni.10 / 10:33 – 11:18 Uhr
Jun 1st, 2010 | By wpreisen | Kategorie: TV-TippsAls die ersten Menschen in die Alpen vordrangen, trafen sie auf ausgedehnte, einförmige Urwälder. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der Wald gerodet, Äcker und Almen entstanden und die Menschen drangen mit ihren Siedlungen bis in die Hochlagen vor. Für einige Wildtiere, die in den Urwäldern selten waren, haben die Menschen durch ihre Besiedlung den Lebensraum beträchtlich erweitert: etwa für die Birkhühner, die Murmeltiere oder die Kreuzotter. So ist eine einzigartige Lebensgemeinschaft aus Tieren der Kulturlandschaft und speziell angepassten Wildtieren der Hochlagen entstanden. Die Dokumentation erzählt die außergewöhnliche Geschichte vom Zusammenleben der Wildtiere und Menschen im Gebirge, eine Geschichte, die vor Tausenden Jahren begann und die heute noch im Nationalpark Hohe Tauern weiter besteht. Zwei Jahre lang war Filmemacher Franz Hafner mit mehreren Kamerateams in den Hohen Tauern unterwegs, um die Geschichte einzufangen. Seine profunden Kenntnisse über die Wildtiere erleichterten die Dreharbeiten, denn er wusste, wo sich die Gänsegeier bevorzugt aufhalten, wann sich die Hirsche zur Brunft treffen oder wo die seltenen Steinhühner zu beobachten sind. Es gab aber auch gefährliche Momente: etwa als sich das Team beim Aufstieg zum Geierversteck bei Nacht und Nebel verirrte. Da war es dann nötig, mehrere Stunden am Steilhang auszuharren, bis sich der Nebel gelichtet hatte. Immer wieder begleitete die Kamera auch die Bergbauern bei der Arbeit im Jahreslauf. Manchmal waren die Filmarbeiten wie eine Reise in eine vergangen geglaubte Zeit. Und auch wenn der Almabtrieb über den Krimmler Tauernpass an diese vergangenen Zeiten erinnert, die Almwirtschaft im Nationalpark Hohe Tauern lebt – und solange sie lebt, wird die alte Gemeinschaft von Mensch und Wildtier, der Schatz der Tauern, fortbestehen.





